Innovare per Constare! Die Auswahl der richtigen Innovationsstrategie für KMU: Ein Dilemma?

 

Viele KMU stehen vor der Herausforderung zu innovieren und dabei Chancen und Gefahren im Griff zu haben. Weiter macht die gewählte Strategie in der Regel Sinn, wenn Sie auf den vorhandenen Stärken basiert oder die existenten Schwächen eliminierbar sind.

Soweit die Theorie...

Fakt ist, dass nach wie vor etliche KMU weder eine Unternehmensstrategie definiert noch dokumentiert geschweige denn kommuniziert haben. Ist eine Unternehmensstrategie notwendig um eine Innovationsstrategie zu definieren? Verfolgt man den integralen Ansatz ist die Unternehmensstrategie auch die eigentliche Innovationsstrategie! Erfolgreiche Unternehmen stellen zumindest sicher, dass die Innovationsstrategie mit den Unternehmenszielen stringent ist.

 

Bei der Auswahl der "richtigen" Innovationsstrategie muss man den entsprechenden Suchraum für neue Innovationen kennen. Je unbekannter desto schwieriger. Eine Hilfe bietet folgende Matrix:

 

Übersicht über den Suchraum für Innovationen (Tidd, 2009, S. 271)

Die Zone a) „Exploit“ repräsentiert inkrementell zu innovieren und nah am eigentlichen Kerngeschäft zu bleiben. Es werden klassische Suchmethoden angewendet. Innovationen erfolgen vielfach auch „outside-in“. 

Einen Schritt weiter geht die Zone b) „Boundet exploration“. Unter Einsatz von hohen Entwicklungskosten und Zuhilfenahme von neuen Suchtechniken werden neue Produkte oder Dienstleistungen entwickelt. Dabei wird hinsichtlich des Produkts bereits klar eine „first mover“ Strategie angewandt, ohne das bestehende Geschäftsmodell zu ändern. 

Die Zone c) „Reframing“ steht für die Neukonfiguration von Geschäftsmodellen ohne selbst Prozesse, Produkte oder Dienstleistungen innovieren zu wollen. Neue Marktchancen werden mit bestehenden prozessualen und technologischen Mittel erschlossen. 

Als letzte repräsentiert die Zone d) „Co-Envolve“ den strategischen Suchraum, welcher für eine Unternehmung eine grosse Herausforderung darstellt. Hier wird nicht nur das bestehende Geschäftsmodell hinterfragt, sondern bestehen für die Produkteentwicklung etliche technologische Unklarheiten. Man muss entsprechend experimentierfreudig sein. Dieser Suchraum ist normalerweise ein Bereich wo sich noch keine Standards etabliert haben.

Es versteht sich von selbst, dass KMU die Zone d) Co-envolve aus Gründen des Investitionsbedarfes und des Risikos vermeiden sollten!

Welcher Innovationsstrategietyp sind Sie? Hier ein Ansatz, wie Sie sich selbst einordnen können:

Entscheidungsbaum für die Zuordnung zum jeweiligen I-Strategietypus M. Hostettler, InnPerCo GmbH (angelehnt Loewe et al. 2001, S. 125)

Welchem Typ Sie am ehesten entsprechen oder in welche Richtung Sie sich entwickeln möchten hängt sehr stark mit den entsprechenden Innovationszielen zusammen. Haben Sie keine? Dann wird es Zeit diese zu definieren! Hierbei reicht aber folgende Floskel nicht aus: In 2015 wollen wir drei neue Innovationen......! Entscheidend ist die Innovations-Typisierung, welche auf dem Bedürfnis der Differenzierung gegenüber der Konkurrenz besteht (ähnl. des Blue Ocean Ansatzes). So muss man bereits in der Innovationszielsetzung definieren ob man radical, incrementell, sustaining, architectural etc. innovieren will! Dies wiederum hat direkten Impact auf die Innovationsstrategie....

Die InnPerCo GmbH steht Ihnen bei der Wahl zur richtigen Innovationsstrategie zur Seite. Sei es mittels Workshops, Coachings oder Schulungen. Zudem begleiten wir natürlich auch die strategischen wie auch operativen Prozesse hierzu.

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