Entrepreneur vs. Manager: Unternehmertum als Voraussetzung für Innovationskompetenz in KMU?

Ein erheblicher Teil der Innovationsleistung einer Marktwirtschaft wird durch KMU erbracht. Kreative Unternehmer nehmen Risiken in Kauf, um ihre Ideen zur Marktreife zu bringen. Dies geschieht zwar in vielen Fällen ohne strukturierte Prozesse, jedoch zeigt es den wichtigen Zusammenhang zwischen Unternehmertum und Innovationskompetenz auf. 

Ferner ist zu bemerken, dass KMU mehr für inkrementelle Innovationen verantwortlich sind. Radikale Innovationen bringen eher Grossunternehmen auf die Märkte. Warum? Grosse Unternehmen und deren Manager verfügen über mehr Ressourcen und das scheitern einzelner Innovationsvorhaben hat in der Regel entsprechend tiefere Auswirkungen. Weiter kann die zu kurzfristige Sicht in Bezug auf leistungsorientierte Entlöhnung bzw. Steigerung des Stakeholdervalues seitens Manager auch innovationshemmend sein da keine Risiken eingegangen werden.

Was bedeutet dies jedoch für KMU welche weder inhabergeführt noch deren Entscheider über genügend Unternehmertum verfügen? Können Manager nicht auch unternehmerisch handeln? Aber sicher! Hier wird lediglich auf die Unterschiede der jeweilige Stereotypie eines klassischen Managers im Gegensatz zur Verhaltensweise eines Unternehmers hingewiesen, um auf entsprechende "Stellschrauben" zur Förderung des Unternehmertums und somit der Innovativität hinzuweisen.

Am ehesten lassen sich die Unterschiede anhand unterschiedlicher Strategien beschreiben. Nachfolgend der Vergleich der Strategieansätze von Manager vs. Unternehmer (hergeleitet aus Zarrabi et al., 2013, S. 20):















Wie aber lässt sich Unternehmertum inkl. Innovationskompetenz konkret fördern? Nachfolgend ein paar Impulse:

  • Definition richtiger Innovationszielen und -strategien
  • Installation und Förderung der Innovationskultur auf den Ebenen...
    • Organisation --> Kreativitätsworkshops, Szenariomanagement, Innovationsprozessen, Teamentwicklung etc.
    • Manager --> Verantwortung und Zeit für eigene Projekte und entsprechende (nicht zu kurzfristige) Erfolgsbeteiligung
    • Eine Kultur des (positiven) Scheiterns etablieren
    • ...
  • Die richtige Anzahl interner Unternehmer (Intrapreneure) als erwünschteQuerdenker zulassen und sogar fördern
  • ...etc.
Konsolidiert lässt sich sagen, dass Massnahmen zur Förderung von Unternehmertum und Innovationskompetenz von Managern in der Wahl der richtigen Innovationsstrategie, Fristigkeit der Erfolgsbeteiligung und der Förderung der Innovationskultur zu suchen sind. 
 
Will ein Unternehmen mittels Humankapital innovativer werden, muss es entsprechende Rahmenbedingungen schaffen um aus seinen Managern eigentliche "Intrapreneure" zu machen.
 
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